
U5, Hallesches Tor, 2026, Zeichnung auf Tetrapack Hafermilch, Tiefdruck © U5
Kuratieren als soziale Praxis. Nachhaltige ortsspezifische Formate und Konstallationen
Seminar für Kultur- und Medienmanagement
Institut für Theaterwissenschaft
Freie Universität Berlin
Dozentin: Dr. Helene Romakin
SoSe 2026
Ko-Dozent: Tobias Becker (FUTURZWEI)
Das Seminar versteht die Umgebung am Halleschen Tor als komplexen sozialen Raum, der künstlerisch und kuratorisch erschlossen wird. Aus gesellschaftlichen, politischen und ökologischen Perspektiven setzen wir uns mit Kollektivität sowie freien, demokratischen Räumen auseinander. Einen theoretischen Rahmen bietet Beatrice von Bismarcks The Curatorial Condition, die Kuratieren als Praxis des öffentlichen Zusammenkommens begreift – prozessual, relational und zeitlich. Ergänzt durch Konzepte wie Dritte Orte und künstlerisch-kuratorische Forschung als soziale Praxis entwickeln Studierende mithilfe von Gehen, Beobachten, Gesprächen, Schreiben und Recherche eigene ortsspezifische kuratorische Positionen im Format eines Fests. Im Zentrum steht die Frage, wie Feste temporäre, partizipative Konstellationen hervorbringen können, in denen menschliche und mehr-als-menschliche Ökologien zusammenkommen und Formen von Aufmerksamkeit neu ausgehandelt werden.